50 Jahre Bergsteigergruppe Spaichingen

Festabend in der Stadthalle Spaichingen


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Wir können stolz sein auf unsere Geschichte.Es wird daran gearbeitet, dass die Nachkommen dies ebenfalls sagen können.
Mit diesen Worten hat Roswitha Bronner, Vorsitzende der Bergsteigergruppe Spaichingen, ihre Festrede beendet.
Die Ortsgruppe feiert ihr 50-jähriges Bestehen. Und aus diesem Anlass hat zusätzlich zur Jubiläumsfeier am Samstag in der Stadthalle auch der Jahresabschluss der DAV-Sektion Oberer Neckar stattgefunden.
Auf eine bewegte Geschichte könne die Ortsgruppe Spaichingen-Heuberg zurückblicken. Gründer war Richard Sindele, der im Juni 1967 zur ersten Bergsteigerecke ins Gasthaus Rössle einlud. Zahlreiche Personen folgten der Einladung und schon ein Jahr später zählte die Gruppe 55 Mitglieder. Es wurde mit der Alpinausbildung begonnen und einem festen Bergtourenprogramm.

Zusammen mit anderen Ortsgruppen der Sektion wurde 1972 der Wiederaufbau der zerstörten Heiterwandhütte im Lechtal geschultert, außerdem 1976 die Sanierung der Anhalter Hütte. Den schwierigsten Abschnitt, den Südweg, bei der dortigen Wege-Instandhaltung übernehme immer die Bergsteigergruppe Spaichingen.

Mit answachsender Mitgliederzahl wurde ein Gruppenausschuss gebildet. Eine feste Bleibe fanden 1974 die Bergsteiger in der Bahnhaltestelle in Hofen. Doch die DB verkaufte 1982 und die Suche musste fortgesetzt werden. Schnell wurde die Ortsgruppe aber wieder fündig mit einem halb verfallenen Geräteschuppen hinter dem Amtsgericht in Spaichingen. Nach einigen Verhandlungen mit dem Liegenschaftsamt Rottweil und einem umfangreichen Umbau haben die Mitglieder dort ein hübsches und gemütliches Vereinsheim.

Erheblichen Widerstand von Seiten der Stadtverwaltung galt es auszuräumen, als 1988 eine Kletterwand in der alten Turnhalle Thema und Wunsch wurde. Sie konnte 1999 eingeweiht werden und musste schon 2006 renoviert werden, weil die Wand so beliebt war und es noch immer ist. Heute ist die Bergsteigergruppe 800 Personen stark, Tendenz nach oben.

Bürgermeister Hans Georg Schuhmacher gratulierte den Spaichinger Bergsportlern. Es sei eine rührige, aktive Gruppe, die mit dem Edelweiß-Fest fester Bestandteil im städtischen Veranstaltungskalender ist, sich um Naturschutzmaßnahmen und die Wegeinstandsetzung kümmert. Dafür bedankte sich der Bürgermeister.

Es folgte eine faszinierende Show der Mädchen von der TG Seitingen-Oberflacht auf ihren Rhönrädern. Angeleitet und trainiert werden diese jungen Sportlerinnen von Weltmeisterschaftstrainerin Conny Renz.

Er sei schwer beeindruckt von den Aktivitäten der Spaichinger Bergsteiger, erklärte Sektionsvorsitzender Rudolf Mager. Es sei ungleich schwierig, einen Verein zu organisieren. Dies gelinge Roswitha Bronner seit Jahren. Und die ganze Sektion profitiere auch von ihrer Empathie und ihrem Engagement. Rudolf Mager bedankte sich bei ihr für die gute Zusammenarbeit.

In der Sektion mit nahezu 5000 Mitgliedern passten die Gruppen Spaichingen, Rottweil, Trossingen, Schramberg und Oberndorf einfach zusammen. Jetzt werde das neue Projekt, der Umbau der Anhalter Hütte, angegangen. Vorgesehen ist, den historischen Teil der 1912 erbauten Hütte denkmalgerecht zu sanieren und den Anbau von 1976 mit den Nebenbauten neu zu konzipieren.

Das Unterhaltungsprogrammm wurde neben der Rhönradgruppe Seitingen-Oberflacht gestaltet von den Alphornbläsern 'Alphornklang und Schwabenblech' aus Ratshausen, den Rockin'Topolinos, der Tanzgruppe des SV Spaichingen, der Spielleut-Gruppe G'hörsturz, und einem sportlichen Alpinarcours der Jugendgruppe Spaichingen. Der Abend klang aus mit Tanz zu den Klängen vom Duo Cordial.

Ehrungen von der DAV Sektion Oberer Neckar:
Die Siberne Ehrennadel erhielten Joachim Reger, Frank Sieger, Andreas Hauser und Manuel Schon.
Die goldene Ehrennadel bekam Rudolf Mager.
Außerdem wurde angekündigt, dass Gerhard Schmid der am Festabend durch das Programm führte, und Gerhard Hauser bei der Hauptversammlung im März 2018 die Ehrenmitgliedschaft bekommen.

Ein kleines video vom Festabend: Video you tube  made by www.eofilm.de

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