Similaun 2018

Drei Dreitausender im Ötztal


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Für ein verlängertes Wochenende haben sich acht Bergsteiger der Ortsgruppe Spaichingen Ende Juli in die Ötztaler Alpen begeben.
Ziel der dreitägigen Tour waren die Gipfel des Similaun und der Fineilspitze, welche die Grenze zwischen Nord- und Südtirol markieren.
Am ersten Tag startete der Aufstieg bei gutem Wetter vom Bergsteigerdorf Vent aus durch das Niedertal in Richtung Martin Busch Hütte. Beim zweieinhalbstündigen Hüttenzustieg war bereits das Ziel des nächsten Tages, der weiße Firngipfel des Similauns, zu sehen.
Nach Ankunft auf der Martin Busch Hütte wurde das Lager bezogen und ein Teil der Gruppe machte sich auf, um die 3457 m hohe Kreuzspitze zu besteigen.
Für die Similaunbesteigung am nächsten Tag wurde die interessante und landschaftlich reizvolle Route über Gras- und Felshänge auf den markanten Marzellkamm gewählt.
Von dessen Gipfel ging es anschließend in zwei Vierer-Seilschaften mit Steigeisen und Eispickel über den Niederjochferner hinauf in Richtung Westgrat. Der Gipfelanstieg erfolgte über einen teilweise ausgesetzten Firngrat zum 3606m hohen Gipfelkreuz des Similauns.
Der Abstieg führte erneut über den Niederjochferner zur 3000 m hoch gelegenen Similaunhütte, welche rund sieben Stunden nach dem morgendlichen Aufbruch erreicht wurde und die als Ausgangspunkt für den nächsten Tag diente.
Der dritte Tag startete mit einem abwechslungsreichen, teils mit Fixseilen versicherten Aufstieg zum Tisenjoch, wo sich die Fundstelle der 1991 entdeckten Gletschermumie Ötzi befindet.
Von dort aus führte der Weg steil über Schutt- und Blockgelände zum Ostgrat der Fineilspitze, welcher mit festem Fels und leichter Kletterei aufwartete. Nach einer luftigen Gratüberschreitung war der Hauptgipfel auf 3516m erreicht, der den Aufstieg mit einer wunderbaren Aussicht belohnte.
Von Königsspitze und Ortler im Süden bis Weißkugel und Wildspitze im Norden war bei sonnigem Wetter beste Fernsicht geboten.
Der Abstieg führte zunächst zum Hauslabjoch. Hier mußte noch einmal die Gletscherausrüstung angelegt werden um über den Hochjochferner abzusteigen.

Hochsommerliche Temperaturen machten den 14 km langen Rückweg nach Vent zu einer schweißtreibenden Angelegenheit. Nach 1600 Höhenmetern im Abstieg und Rast bei den Rofenhöfen erreichte die Gruppe erschöpft aber glücklich den Tourenausgangspunkt im Bergsteigerdorf Vent. Hier in Vent wirkte der Gletscherpfarrer Franz Senn, einer der Mitbegründer des Deutschen Alpenvereins.

Teilnehmer: Roswitha und Edwin Bronner, Andreas Keller, Beate und Edwin Schnee, Joachim Reger, Reinhold Benz und Tourenführer Timo Dietrich.

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