Wildstrubel 2017

Durch das Schönwetterfenster auf den wilden Strubel


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Bei stark bewölktem Wetter starten und bei Sonnenschein und Fernsicht auf dem Gipfel.
So war die Hoffnung einer achtköpfigen Bergsteigergruppe als sie unter Führung von Tourenwart Reinhold Benz in Richtung Schweiz, Kandersteg und Rhonetal aufbrach. Ausgangspunkt der Hochtour war der Gemmipass, oberhalb von Leukerbad in einem Seitenarm des Rhonetals.Und tatsächlich empfing die Bergsteiger im Passeinschnitt ein kalter Nebelwind.
Aber je näher der Stützpunkt Lämmerenhütte kam, desto häufiger spickten die umliegenden Gipfel aus den Nebelschwaden heraus. Nach Zwischenrast auf der neu erweiterten SAC-Hütte lockte die nähere Hüttenumgebung. Hier tummelte sich ein ganzes Rudel Steinböcke mit Nachwuchs unterhalb des Steghorns.
Mit leichterem Gepäck, aber mit Pickel, Seil und Steigeisen ausgerüstet gings es am nächsten Morgen in Richtung Wildstrubelgipfel. Das Wetter war optimal. Doch der Gletscher war viel weiter entfernt als in den Karten verzeichnet. Riesige Schutt und Geröllflächen mit unzähligen verwirrenden Steinmarkierungen bildeten ein Steinlabyrinth.
Die fortschreitende Gletscherschmelze hatte den Wildstrubelgletscher erheblich in der Länge reduziert. Dafür aber waren die steileren Passagen noch steiler und zusätzlich total vereist. Nur mit Hilfe von Steigeisen, Pickel und Seilsicherung erreichte die Gruppe den Wildstrubelgipfel mit 3 243 Metern.
Die Aussicht war gigantisch. Besonders die Berner und Walliser 4000 er Gipfel glänzten in der Sonne und im Südwesten reichte der Blick bis zum Mont Blanc.
Der Abstieg erfolgte wieder über die Aufstiegsroute zurück zum Ausgangspunkt Lämmerenhütte. Das Sonnenfenster hatte gehalten, war doch für die nächsten Tage wieder schlechtes Wetter angesagt.
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