Schreckhorn 4078 m

Schreckhorn für Hochtourengruppe nicht schreckhaft


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Geplant war von einigen Alpinisten der Hochtourengruppe im August die Herausforderung Eiger Mittelegigrat.
Nach einer kurzzeitigen Verschiebung durch Schlechtwettereinbruch war die Mittelegihütte jedoch voll belegt. Das Ersatzziel Schreckhorn mit Basis Schreckhornhütte, ausgehend vom gleichen Talort Grindelwald war jedoch schnell gefunden.
Schon bei der Anfahrt nach Grindelwald öffnete sich ein herrliches Panorama das sogar von dem 5 stündigen Hüttenaufstieg mit 1600 hm über das Bäregg noch überboten wird.
Im teilweise gesicherten Hüttenaufstieg öffnet sich ein gewaltiges Panorama der Superlative mit Hängegletscher von Eiger, Fiescher und Finsteraarhorn, und erst zuletzt kurz vor der Hütte noch mit dem markanten steilen Schreckhorn und seinem Südwestgrat wo die Normalroute entlang läuft.
Die abgelegene Hütte wird zu unrecht wenig besucht, hat sie doch eines der schönsten Panoramen. Die Touren hier sind allerdings anspruchsvoll und sehr lang, so auch das Schreckhorn.Es gilt als anspruchsvollster Schweizer 4000 er und es besagt schon viel über die Tour, wenn mit den Spaichinger Alpinisten nur 5 Seilschaften bei bestem Traumwetter auf der Hütte verweilen.
So wurde bereits um 2 Uhr geweckt und nach einem kurzen Hüttenfrühstück zogen die 5 Seilschaften im Eiltempo los. Zuerst von der Hütte ca. 150 hm absteigend auf den Gletscher ziehen sich dann die ersten 900 hm im Wechsel über Gletscher und Fels den Pfadspuren folgend durch ein Rinne auf 3200 m zum Schreckfirn.
Dieser muss den großen Spalten ausweichend im großen Bogen ansteigend bis auf 3500m gequert und zuletzt über den Bergschrund kletternd zu einer markanten Rinne erstiegen werden.
Dort beginnt der eigentliche Einstieg und die 700 hm Kletterei an der Südwestrippe bis zur Schulter und dann auf 3800 m dem steilen Grat im besten Fels folgend zum Gipfel.
Ein wahrer Genuss bei Traumwetter bereits um 9 Uhr auf 4078 m zu stehen.
Der anspruchsvolle 8 stündige Abstieg der größtenteils im 2 bis 3. Grad abgeklettert aber auch abgeseilt wird, verlangte dann von unserer 3er Seilschaft nochmals höchste Konzentration . Erst um 17 Uhr auf der Hütte angekommen entschlossen wir uns für eine weitere Übernachtung und ließen den Tag bei einem guten Abendessen und geselliger Atmosphäre ausklingen.
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