Monte Rosa, eine Tour der Superlative

Fünf Viertausender auf einen Streich


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Unter Führung von Wolfgang Weisser unternahm eine Gruppe von 6 Spaichinger Bergsteigern im August eine Hochtour ins Monte Rosa Gebiet. Seit 3 Jahren im Tourenprogramm, sollte dieses Jahr endlich das Wetter und die Schneeverhältnisse die geplante Tour ermöglichen.

Von Zermatt im Wallis begann die Tour mit der Bahn zum trockenen Steg bzw. zum kleinen Matterhorn.
Ab hier ging es vorbei an der Skipiste und den zahlreichen Touristen in ca. 3 Stunden über den Gletscher zu der auf 3.420 m hoch gelegenen d'Ayas - Hütte.
Nach einer kurzen Nacht startete die Gruppe um 5.30 Uhr in Richtung des 4.092 m hohen Pollux. In schöner Kletterei wurde der Madonna Gipfel und nach einem kurzen nicht steilen Gratanstieg der Hauptgipfel des Pollux erreicht.
Die beabsichtigte Überschreitung ins Zwillingsjoch war auf Grund der hohen Schneeverhältnisse leider nicht möglich, so musste wieder bis zum Fuss des Pollux über den vereisten Grat abgeklettert werden um anschliessend über den Normalweg den nahen 4.228 m hohen Castor zu besteigen.

Über den ausgesetzten Gipfelgrat begann die Überschreitung Richtung Fellikjoch und der Abstieg zur Rifugio Quintino Sella-Hütte. Auf der Abstiegsroute hatte die Gruppe sehr guten Überblick auf den für den nächsten Tag geplanten Südgrat des Liskamm und den Passo del Nasso. Am nächsten Morgen hatte das Wetter leider umgeschlagen. Ein starker Schneesturm und Nebel erlaubte es keinem der vielen Hüttenbesucher die Hütte zu verlassen.
Kurz nach 9.00 Uhr lichtete sich der Nebel und eine Fortführung der Tour wurde möglich, allerdings war es für den Aufstieg zum Liskamm Ostgipfel zu spät, so wurde beschlossen, zum 4.150 m hohen Passo del Nasso aufzusteigen und diesen zu überqueren.
Der Übergang des Nasso auf den Lisgletscher gestaltete sich auf Grund des Neuschnees schwierig, so kam die Gruppe nur langsam voran und gefährdete den Aufstieg zur Margherita-Hütte auf der Signalkuppe.Zum Vorteil der Gruppe war jedoch im direkten Aufstieg zur Signalkuppe eine feste und gut begehbare Spur vorhanden.
Die Übernachtung auf der höchst gelegenen Hütte Europas, der 4.552 m hohen Margherita-Hütte, war für jeden einzelnen Teilnehmer der Gruppe ein ganz besonderes Erlebnis.
Früh ging es am nächsten Morgen zum Abstieg in den Sattel zur 4.563 m hohen Zumsteinspitze, die von diesem Sattel aus in nur 1 Stunde bestiegen wurde. Zu dem Neuschnee vom Vortag kamen nun allerdings noch sturmartige Böen und starke Schneeverwehungen. Auf den Übergang über den Grenzsattel zur Dufourspitze verzichtete die Gruppe daher und stieg über den Grenzgletscher zur Monte Rosa Hütte und zurück nach Zermatt ab.

Kartenübersicht: Tourenverlauf


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